Ich dachte immer, dass diese Freundschaft alles andere überdauern würde. Und dass wir uns wieder erholen würden, von allem, von diesem Ungereimtheiten, von dieser Schmach. Ich dachte auch, dass wir uns gegenseitig so wichtig wären, dass wir es GEMEINSAM schaffen würden, irgendwann. Aber anscheinend sind wir uns nicht gleichwichtig, und wir kämpfen nicht für die selben Dinge. Wir haben nicht einmal die selben Ideale, obwohl ich immer davon ausging.
Wir standen uns gegenüber, nach zwei Wochen sahen wir uns das erste Mal wieder. Und ich muss zugeben, dass ich mir wirklich darauf gefreut hatte, dass ich sogar ein kleinwenig darauf gedrängt hatte, in ein anderes Lokal zu gehen. Und wir stehen uns gegenüber und uns fiel absolut nicht ein, über das wir hätten reden können. Also redeten wir über die Schule, über das Studium und über das letzte Konzert. Alles in allem vielleicht 10 Sätze, von Menschen die sich seit über 3 1/2 Jahren kennen.
Ehrlich gesagt tut es mir mehr weh, dass wir nicht mehr wissen, worüber wir reden sollen, als, dass es wieder nichts wurde. Am meisten ärgere ich mich darüber, dass ich so leichtsinnig war und mich in ihn verliebte. Dass ich ihm nachlief und darauf hoffte, wir könnten es schaffen, irgendwann. Aber wir werden es nicht schaffen, weder jetzt noch in zehn Jahren. Ich kenne ihn lange genug, um das sagen zu können. Und es tut mir unendlich weh, wenn ich darüber nachdenke. Ich habe einen MEINER besten Freunde verloren, einen sehr wichtigen Menschen in meinem Leben. Jemanden, dem ich vertraute, von dem ich lernte. Und ich lernte abzustürzen und wieder aufzustehen, auch von ihm, vor vielen Jahren. Und so wird es auch heute sein. Es wird mühsam sein, weil ich einen wichtigen Menschen hinter mir lassen muss, aber wir können einfach nicht mehr miteinander. Er würde mich nur weiter ausnutzen, und ich würde ihm trotz allem vertrauen.
1 Kommentar:
.. bewegend, wie du über den Abschied schreibst...MK
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