17. Dezember 2007

Körperkult


Frauen mit Tattoos (hrhrhrhr). Für mich gibt es nicht viele Dinge, die schöner zu betrachten sind als Tättowierungen auf Frauenkörpern. Meine Mutter würde es als unästhetisch bezeichnen, viele andere wohl auch. Aber es ist schlichtweg Körperkult, nicht mehr und nicht weniger. Einige sind fasziniert, die anderen stößt es ab.

Momente

In solchen Momenten kommt einem nichts mehr klar vor, weil alles klare, was man gerade gesehen hat wieder zu einem wirren Haufen Matsch verschwimmt, sich zerrinnt. Und man will es auf die Wände schmieren und auf seinen Körper, will jedes einzelne Wort aufschreiben, damit man es nicht wieder vergisst, aber genau wenn man den Stift in die Hand nimmt und anfangen will zu schreiben, ist da bloß völlige Leere im Kopf.

Was übrig bleibt

Du bewegst dich hin und her
Ein Schritt nach vor, ein Schritt zurück
Doch du bleibst auf der Stelle steh’n
Und wartest was passiert

Abgebrannt in einer Ecke liegend
Betrachtest du das Bild in deinen Händen
Kannst es nicht ansehen
Willst schreien

Du schwörst auf die Stille
Um deine Gedanken zu ordnen
Um dem Wirrwarr zu entfliehen
Du fühlst dich so leer

Ihr sitzt hier, zu zweit
Noch nie hast du dich so einsam gefühlt
So dicht nebeneinander, fest umklammert
Und doch allein

Du hast so sehr geliebt
In diesem Moment, an diesem Tag
Für nichts auf der Welt wolltest du los lassen
Nun zerrst du von diesem Augenblick

Alle Hoffnungen scheinen zerstört
All die Liebe nicht erwidert
Nur der Schmerz und die Angst zeigen dir
Wie sehr du empfindest

Zeile um Zeile
Hast du geschrieben
Wie wahr sie schienen
Wie sehr hast du geliebt

Ein Vergehen, doch keine Einsicht
Keine Entschuldigung drang an deine Ohren
Du bist nicht taub und auch nicht stumm
Ein Weg, der sich langsam teilt

Ein Moment, der endlos schien
Ein Tag, so wunderbar und rein
Dieses Gefühl der Vollkommenheit
Fortgerissen, doch von wem

Abgebrannt

Nur ein Moment ist geblieben
Der langsam verwischt
Die Erinnerung zerrinnt
Und alles, was bleibt
Ist der Gedanke an eine schöne Zeit

Es ist vorbei und liegt lange Zeit zurück
Zwei Menschen, die sich gefunden und verloren haben
Das Gefühl der Freiheit
Das jeder im Herzen trug

Ein Abbild in meinem Gedächtnis
Nicht mehr ist geblieben
Der Schmerz hat sich verabschiedet
Mit einem Lächeln auf den Lippen

Ich blicke zurück
In eine fremde Zeit
Eindrücke verblassen
Meine Furcht ist zu groß

Die Musik, diese geliebte Musik
Wenn nichts mehr bleibt
Und selbst die Erinnerung mich verlässt
Wird sie mir zeigen, wie es war
Wir mich an Orte führen, zu denen ich nicht zurück kehre

3. Dezember 2007

Ein Schrei durchbricht die Stille

Ein Schrei bricht die Stille. Man hört es. Man muss es hören. Ja, ich denke, dass man es sogar drinnen noch hören kann. Ganz drinnen, wenn es sein muss. Und es muss sein, das weiß ich. Es wird nicht still, weder äußerlich noch innerlich. Niemand hört es. Es ist laut, der Schrei war lauter, doch niemand scheint ihn gehört zu haben. Ich blicke um mich und sehe vergnügte Gesichter, sehe betrunkene Gestalten und wutverzogene Fratzen. Aber kein Erstaunen in ihren Blicken, kein überraschter Ausdruck. Und da, noch ein Schrei. Wieder schaut niemand auf. Jeder in den Tiefen des Gesprächs versunken. Ich fühle mich gerädert, unfähig etwas zu sagen, denn ich weiß, dass ich hier nicht bleiben will. Nicht an diesem Ort, an dem sich stumme, blinde und taube Menschen vergnügen. Ich will gehen, doch jemand hält mich fest. Ich drehe mich um, doch da ist niemand hinter mir. Es ist eigenartig. Ein Schrei dringt aus meinem Mund, ich sinke zu Boden, doch niemand scheint es zu bemerken.

Wünsche und Empfindungen

Was tut man, wenn das Verlangen mitten auf der Straße zu sitzen und aus Leibeskräften zu schreien immer größer wird?

Wenn es so stark ist, dass es manchmal jede andere Empfindung auszublenden scheint.

Wenn es das einzige ist, was man in einem Moment der Verzweiflung zu fühlen bereit ist.

Hinaus laufen, stürzen und schreien. So lange bis es weh tut. So lange, bis man von jenen Menschen gehört wird, die es hören müssen. Weil man sich wünscht, dass sie hinauslaufen, sich niederknien und dich in den Arm nehmen, sagen, dass alles wieder gut wird, auch wenn wir wissen, dass es nicht so ist.

Das ist mein Wunsch!